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Rückblick 2021Die Scheinwerfer angeschmissen, die Fliege sitzt und die Meeple sind poliert, Zeit für den Rückblick 2021 in Sachen Brettspiele. Im letzten Jahr habe ich uns ein weniger wildes 2021 gewünscht und dieser Wunsch ist so in die Hose gegangen wie die Partien bei In Too Deep gegen meine Frau. Das Jahr war ein ständiger Hoffnungsschimmer auf ein Ende von Corona, auf die SPIEL ’21 in Essen und Sportveranstaltungen, gepaart mit diversen kurzfristigen Absagen und natürlich schwebt Corona mehr denn je über uns allen. Beschissen! Aber man macht das beste draus.

Emotionaler Rückblick 2021

Ich habe weniger Brettspiele gespielt und trotzdem mehr Zeit mit Brettspielen verbracht. Letztes Jahr habe ich davon berichtet, wie meine Begeisterung insgesamt für Brettspiele etwas abgesackt ist. Der Trend wurde sicher etwas aufgehalten, aber auch dieses Jahr waren im Vergleich weniger richtig krasse Highlights auf meinem Tisch. Es war die kürzeste Vorschau, die ich je zur weltweiten Leitmesse der Brettspiele in Essen geschrieben habe. Trotzdem war es schön, dort wieder gewesen zu sein. Es war sicher nach langer Durststrecke eines der emotionalen Highlights. An dieser Stelle einen Gruß an das Team von Odyssia, unserem dortigen Stammgriechen, die uns so herzlich begrüßten! Endlich etwas Normalität spüren.

Das kann ich im privaten Umfeld nicht behaupten. Es gab Monate, gerade im Sommer, wo man sich vermehrt mit seinen Jungs & Mädels in den Welten der Brettspiele verlieren konnte, aber große Teile des Jahres waren durchzogen von Unsicherheit. Und der gelernte soziale Abstand ist ein Stück weit in die DNA übergegangen. Brettspieltreffen sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Eine weitere tiefgreifende Veränderung ist die große Abkehr vom Crowdfunding. Die Preise sind meist einfach nur noch pervers, kaum ein Brettspiel kommt ohne Addons aus, ob Bling Bling oder sogar spielerisch und wer den Verlockungen erliegt, die meist nicht einmal gehalten werden können, verbrennt Geld in Höhe von Kleinwagen. Ich kann dieser Konsumflut, zumindest in diesem Umfang, nichts mehr abgewinnen.

Klingt jetzt alles recht trübselig, was natürlich nur eine Seite der Medaille ist. Ich hatte auch dieses Jahr einige absolute Hochkaräter auf dem Tisch, die ich im Detail in den nächsten Tagen bei den TOP 5 2021 vorstellen werde. Ich hatte zudem innerhalb der Familie wirklich tolle Stunden. Die Kinder sind begeistert dabei und jetzt in einem gewissen Alter, wo auch komplexere Spiele auf den Tisch kommen können. Was hatten wir für Spaß bei Death My Die, Drunagor,Everdell, Dice Throne, Robin Hood oder CuBirds. An dieser Stelle ein mega fettes Danke, ohne euch wäre dieses Jahr wesentlich grauer gewesen! Und einen weiteren Umstand gab es da dann ja noch. Es trat Markus nicht nur Brett & Pad bei, sondern auch meinem Leben. Was für eine Bereicherung, mit dem Höhepunkt des Treffens im August. Manchmal beängstigend wie gleich wir ticken, auch abseits der Brettspiele. Ich freue mich wahnsinnig hier auf Brett & Pad mit dir 2022 weiter Artikel abzufackeln!

Die harten Zahlen

Im Jahr 2021 habe ich 392 Partien gespielt, was ein Rückgang von 4,3% entspricht. Allerdings ist die Spielzeit auf 498 Stunden gestiegen. Ein fettes Plus von 14,2%! Das liegt ganz sicher an dem veränderten Spielgeschmack der Kinder. Ich habe insgesamt mit 27 Personen Brettspiele gespielt, was ein leichter Rückgang ist. Da sind wir bei der Abstands-DNA. Am häufigsten habe ich Samstags und Donnerstags gespielt. Eigentlich war das vorher immer Freitag und Sonntag. Wieso hat sich das geändert? Aber immerhin der Dienstag ist geblieben, denn an dem Tag spiele ich am wenigsten. Ist das nicht gut zu wissen?

Was sich sehr geändert hat, ist die Verteilung bei der Personenanzahl. Ich spiele zwar immer noch am meisten mit meiner Frau zu zweit, aber die Partien zu viert (+8%) und zu dritt (+5%) sind durchaus gestiegen. Am meisten habe ich im Oktober gespielt, ganze 51 Partien und über 50 Stunden. Da wir die Kampagne zu Chronicles of Drunagor abgebrochen haben, weil wir jetzt auf die Übersetzung warten und Etherfields erst jetzt geliefert wurde, sind Kampagnenspiele in Spielzeit und Partien diesmal weniger hoch ausgefallen. Die meiste Zeit habe ich mit Chronicles of Druganor (26 Stunden), Destinies (24 Stunden) und Cloudspire (21 Stunden) verbracht. Bei den Partien ist Similo (26 Partien) an der Spitze, gefolgt von Ungeheuer Hungrig (20 Partien) und Zombie Teenz Evolution (14 Partien). Was sich sicher in der Anzahl der Partien und auch Spielzeit wiederspiegelt, ist der Umstand das viele Highlights zur SPIEL ’21 noch nicht verfügbar waren. Titel wie Galactic Era, Abgrundtief, Corrosion, Tapastry: Arts & Architecture, World of Warcraft: Wrath of the Lich King, Eclipse oder Clash of Culture konnten jetzt noch nicht ihre Spielzeit wirklich mit reinpumpen.

Vielen Dank!

Ich wünsche euch an dieser Stelle einen guten Rutsch ins Jahr 2022 und hoffe, das es diesmal im nächsten Jahr wirklich besser wird. Vielen Dank an all die Leser und Leserinnen des Blogs, an die Kommentatoren und Kommentatorinnen und diejenigen, die mir so nettes Feedback per Mail hinterlassen. Brett & Pad ist dank euch eine Sache, die ich wirklich schätze. Ich hoffe, wir werden weiterhin im Austausch bleiben!

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