Lesezeit: 4 Minuten
Scheinwerfer an: Das Tsukuyumi Special kommt. Freunde der guten Brettspielunterhaltung und des gepflegten Austauschs. Ich bin – vorsichtig gesagt – ziemlich angefixxt, freudig erregt, begeistert, gehypet und in gespannter Vorfreude. Das hat mehrere Gründe. Zum einen Tsukuyumi. Dieses Spiel erlebt gerade in unserer Brettspielrunde eine Huldigung sondergleichen, dazu aber später mehr. Der zweite Grund ist, dass ich seit meinem Terraforming Mars Special mal wieder über mehrere Berichte etwas zu einem Spiel mache. Der dritte Grund ist das gewählte Format, aber auch dazu später mehr. Ich hoffe, ihr seid jetzt genauso neugierig wie ich. Ernsthaft. Meine Finger können garnicht schnell genug tippen.

Noch mal kurz zu Tsukuyumi

Die Rezension zu Tsukuyumi hat Christian bereits im September 2018 geschrieben und das Spiel bereits abgefeiert. In meiner Gruppe ist Tsukuyumi dann sehr schnell bei Uwe eingezogen und hat da ein sehr liebevolles Zuhause gefunden. Tsukuyumi ist Area Control und abgedrehte asymmetrische Fraktionen at it’s best. Eine Perle. Vielleicht verliere ich mich nur in bei Cthulhu Wars noch so sehr in das Studieren der einzelnen Fraktionen, denn Wissen ist Macht. Bei Tsukuyumi geht der Einstieg allerdings nicht so leicht von der Hand wie bei Cthulhu Wars. Daher wirkt das Spiel am Anfang etwas kopflastig und produziert Downtime. Freunde ehrlich. Ich bin an dieser Stelle dem Spiel dafür sehr dankbar, denn so kann ich taktieren und überlegen.

Verlagsarbeit

Alleine das Grundspiel ist der Burner und je nach Konstellation der nunmehr 16 Fraktionen ergeben sich unterschiedliche Spiele. Auf den Racoon Days ’22 haben dann Marco, Uwe und ich gemeinsam mit Stefan eine Runde Tsukuyumi mit den neuen Fraktionen gespielt. Reef Collective, Sisters of Seven, Portale, Ereignisse, First Guardians und die Chronomaster waren u.a. am Tisch. Was begeisterte, war die Vision von Felix Mertikat zu diesem Spiel, die Einblicke und die Geschichten dahinter. Ja, ihr könnt mich Fan nennen. Die Zusammenarbeit von Racoon, Felix und Brett&Pad als Medienschaffenden ist geprägt von freundschaftlichen Respekt und Achtung der Arbeit der anderen. Aber nicht wegen Felix  oder King Racoon gibt es dieses Special, sondern wegen Tsukuyumi.

Das Wesen des Spiels

Nach den Racoon Days ist Tsukuyumi dann für einige Zeit vom Tisch verschwunden. Warum? Das Hobby bei vier Enthusiasten bringt mit sich, dass nicht jede Woche das gleiche Spiel auf den Tisch kommen kann. Und soll. Und die Fülle der guten Spiele ist so brutal. Zudem benötigt das Spiel meines Erachtens Spieler, die in der Lage sind, Tsukuyumi zu spielen und zu durchdringen. Hört sich furchtbar hochtrabend an, ist es aber nicht. Tsukuyumi fordert. Man muss vieles im Blick haben, Fraktionen und deren Eigenarten kennen und spielen. Aus einer Vielzahl an Optionen wählen. Tsukuyumi verlangt dies von allen Spielern, denn auch der Drittplatzierte kann in der letzten Runde nach vorne preschen, weil die Punkte in der Regel sehr eng zusammen liegen. Man muss Area Control, die Arbeit, sich in alle Fraktionen einzuarbeiten und dies auch über mehrere Partien tun mögen oder lieben. Mag das jeder?

Wer sich darauf einlässt, dem erschließt sich ein Spiel, bei dem keine Partie der Vorherigen gleicht. Wie oft habe ich gedacht „das spielst du beim nächsten Mal anders?“ Ein Beispiel: In der letzten Partie habe ich die Chronomaster und Uwe das Reef Collective gespielt. Uwe gewann mit 19 Punkten zu 18. Was habe ich nicht bedacht? Die 2 Punkte zum Spielende für Platz 1 in der Zugreihenfolge. Und da ich als Chronomaster als einziger die Zugreihenfolge beeinflussen kann, ein herber Fehler von mir. Einer, der so nicht wieder vorkommt.

Special

Zurück zum Special. Mit einer konstanten und starken Spielgruppe von Uwe, Marco, Marc und gelegentlich Alexandre oder Alex entwickeln sich Bretter wie Tsukuyumi, Black Rose Wars, Hybris: Disorderd Cosmos und Cthulhu Wars zu epischen Abenden auf einem hohen Spaßlevel. Und mit dem Tiefgang von Tsukuyumi wird dieses Spiel mit jeder Partie epischer und besser. Irgendwann kam das Thema der Erweiterungen dann noch mal auf den Tisch. Die After the Moonfall Erweiterung mit der Kampfgruppe 03 und den Children of the Lion hatten wir bereits, fehlte uns noch die Sunrise Expansion. Also kurz bei Felix angerufen und gefragt, was er von diesem Special hält und ob er mir ein Rezensionsexemplar schicken kann. Was soll ich sagen? Felix war begeistert und schickte sogar noch ein Rezensionsexemplar für Christian nach Hamburg mit. Ein Zustand, der nicht alltäglich ist und der ein fettes Danke von meiner Seite produziert.

Tsukuyumi Special

Ach ja, das Tsukuyumi Special. Was ist das denn für ein Special? Brett & Pad stellt euch in den nächsten Wochen Fraktionen aus der Sunrise Expansion, der Chronomasters Expansion und der Dark Crusade Expansion vor. Aber nicht in dem gewohnten Format. Wir haben nämlich in unserer Runde jedem Spieler zwei feste Fraktionen zugelost. Wer was spielt, ist noch eine kleine Überraschung, aber alleine die erste Partie war schon episch. Meine Freunde und Mitspieler stellen euch die Fraktionen vor, gleichzeitig lernt ihr natürlich die Jungs kennen. Ihr könnt also sehr gespannt sein, was die Menschen hinter den Fraktionen über diese denken, ihre Meinung zu Tsukuyumi und ein paar private Einblicke erhaschen. Denn ich erwähne sie ja doch oft in meinen Berichten. Ich bin sehr gespannt auf euer Feedback und eure Kommentare. Zu allem. Dem Spiel, den Erweiterungen und dem Format.

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9 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Carsten Ullrich
    28. April 2023 20:52

    Hey Markus,

    Ich freue mich wirklich sehr auf euer Special, denn ich LIEBE Tsukuyumi, und gefühlt läuft diese echte Perle noch immer etwas unter dem Radar.
    Daher bin ich gespannt auf eure Berichte, Vorstellungen und Einsichten in die neuen Fraktionen.

    BTW: spielt ihr lieber mit der Standee- oder der Muniaturen Version? Oder mixt ihr wie ich einfach beides?

    Viele Grüße
    Carsten, der bei der Racoon Con 22 auch vor Ort war 😀

    Antworten
    • Hallo Carsten,
      da triffst du sofort einen (meinen) wunden Punkt. Ich hole kurz aus.
      Wir spielen ausschließlich mit der Stande Version und das wird auch so bleiben. Ich finde die drei Werte vom Design unglücklich gewählt und auch als Tsukuyumi-Vielspieler müssen wir schon häufig nachschauen. Was ist Was? Das finde ich nervig. Da hätte ich mir gewünscht, dass Leben ein deutliches Herz sind, Kampf zwei Schwerter und Eroberung die Hexfelder. Ok, Eroberung ist durch die Hexfelder schwach angedeutet, aber warum nicht als deutliches Piktogramm? Nun gut, das ist eines meiner Hauptthemen, warum Verlage nicht ein noch besseres Kommunikationsdesign produzieren.
      Bei Tsukuyumi habe ich eh schon viel zu blättern. Meine eigenen Kampfkarten, Ereigniskarten und die Aktionen, dazu mein Spezialfähigeiten und die meiner Gegner. Und dann noch eine Übersicht bei der Miniatur Version, wo ich alles nachschauen muss? Ne, da nehme ich die optischen Abstriche in Kauf und Spiele mit den Standees.
      Zudem habe ich jetzt schon alles Material und muss nicht auf den Miniaturen Kickstarter warten.
      Auch, wenn ich ehrlich bin, bemalte Miniaturen bei dem Spiel unfassbar episch wären. Aber ich glaube, so ist die Spielbarkeit höher.

      LG
      Markus

      P.S. Oh, kannst mich beim nächsten Mal gerne anquatschen, Ich spreche gerne mit Menschen

      Antworten
  • Hi Markus, klingt spannend. Ich freu mich!

    Antworten
  • Hey Markus,

    die Symbole bei Tsukuyumi fand ich anfangs auch etwas verwirrend. Ich habe mir die so gemerkt:
    Pik sticht ins Herz (Angriff vs Gesundheit) und das Dreieck (Eroberung) repräsentiert die ebenfalls dreieckigen Fraktionsmarker, die ich in eroberte Gebiete lege.

    Viele Grüße
    Carsten

    Antworten
  • Hi, ich freue mich auch, obwohl ich es wahrscheinlich nie spielen werde 😭

    Antworten
  • Gordon Shumway
    7. Mai 2023 20:11

    Ein Tsukuyumi-Special, wie geil! Mein Kumpel hat es auf der Spiel 2019 im Ramschverkauf bei Heidelbaer mitgenommen. Ich kannte das gar nicht und vom Artwork und Titel her hat es mich im ersten Moment nicht angesprochen. Aber als wir es dann doch mal auf dem Tisch hatten, war ich direkt angefixt. Ich mit den Dark Seed gegen ihn mit den Boarlords. So geil asymmetrisch und dieses Taktieren mit den Aktionen/Reaktionen dazu und dass ohne Glück. Einfach stark. Eine richtige Perle am Area-Control-Himmel. Mittlerweile hat er auch noch die „After the Moonfall“-Erweiterung und damit haben wir (bisher) genügend Auswahl bei den Fraktionen. Denn so häufig kommt es (leider) bei uns dann doch nicht auf den Tisch. Die Spielzeit ist halt einfach begrenzt und die Konkurrenz groß.

    Ich gebe zu, dass ich mit dem Artwork immer noch nicht zu 100% warm werde, aber da sehe ich gerne drüber hinweg. Das Spiel an sich ist halt einfach sackstark.

    Antworten
  • Hi Markus,
    etwas spät zwar, dennoch wollte ich Euch für das Tsukuyumi-Special danken. Das war der Grund, weshalb ich das Spiel und einige Erweiterungen in der Standees-Variante gekauft habe.
    Nun hatte ich das große Glück, noch ein Exemplar der Erweiterung „After the Moonfall“ zu ergattern. Was mich beim Unboxing verwundert hat war, dass im Codex (Spielanleitung) bei den Lords of the Lost Sea 4 Young Whale und bei den Children of the Lion 6 Beastmaster angegeben waren. Tatsächlich waren aber nur 3 Young Whale und 5 Beastmaster vorhanden. Es hat auch in den Stanzbögen nichts gefehlt. Zudem sind 16 Gebiete angegeben, vorhanden waren aber nur 14.
    Weißt Du aufgrund Deiner Erfahrung mit dem Spiel, was hier die richtige Anzahl ist? Die in den Stanzbögen oder die im Codex?
    Falls nicht, werde ich wohl mal bei King Racoon nachfragen.
    Vielen Dank

    Antworten
    • Hallo Jörg, vielen Dank für deine lieben Worte. Ich habe eben Felix geschrieben. Seine sehr simple und herzerfrischende Antwort auf meine Frage, ob er das beantworten kann: Ja kann ich: tippfehler in den Spielregeln 😅

      So viel zu einem serviceorientierten Blog.
      Liebe Grüße

      Antworten

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