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Nichts als die ultimative Quintessenz eurer Empfehlung, Geheimtipps und Dauerbrennern erwartet euch! Ihr habt fett in die Tasten gehauen, ihr wolltet uns beeinflussen und was soll ich sagen, ihr habt es verdammt noch einmal geschafft. Jetzt darf auch von unserer Seite geschrieben werden, dass wir aufgrund von euch Brettspiele gekauft haben oder dies tun werden. An dieser Stelle keine weitere Opferung von Platz, der gehört hier nämlich euch! Und ihr wusstest ihn zu sprengen … daher mussten wir einige Texte kürzen und sogar zwei Artikel draus zaubern! Der zweite Teil folgt nächste Woche.

Eure Vorschläge für uns!

Gordon

Schrecken der Meere: Christian, Du hast früher schon mal über den Kickstarter berichtet, aber seitdem habe ich nichts mehr davon gelesen. Ein unwahrscheinlich schönes und abwechslungsreiches Sandbox-Piratenspiel. Je mehr Mitspieler, desto besser, aber auch dementsprechend länger. Wir spielen es mit der Erweiterung zu fünft. Das dauert dann auch mal 5-6 Stunden oder auch mal nur 3. Hängt sehr davon ab, wie man die Map am Anfang zusammenbaut. Insgesamt kann man handeln, Schätze ausgraben, Aufträge erfüllen, die Seemonster bekämpfen, Festungen zerstören, Crew anheuern, andere Schiffe angreifen und und und. Das macht wirklich Laune. Und die Haptik mit den umbaubaren Schiffsminiaturen und den Metallmünzen und den kleinen persönlichen Schatztruhen einfach passend. Lediglich die Frachträdchen sind nervig. Gerade wenn man ein großes Schiff hat, aber das merkt Ihr dann selber. 😉

Mechs vs. Minions: Christian, Du hast 2022 mal geschrieben, dass Du es noch nicht gespielt hast. Ich vermute mal, dass es sich bis heute auch nicht geändert hat. Also unbedingt mal nachholen. Es handelt sich um ein haptisch unglaublich wundervolles Programmierspiel, bei dem man kooperativ mit seinen Mechs bestimmte Missionen erfüllt. Nehmen die Mechs Schaden, kriegen sie teilweise reparierbare Zufallsbewegungen mit rein, so dass die Steuerung mitunter chaotisch werden kann. Insgesamt kämpft man sich durch 10 Missionen. Man schaltet weitere Funktionen frei und das Spiel wird etwas komplexer. Alles in allem aber auf einem mittleren Niveau, so dass wir es in einer Runde mit einem sonst Nichtspieler spielen. Ein sehr schönes Bier-und-Brezel-Spiel.

Shogun no Katana: Das hatten wir in unserem letzten Spieleurlaub auf dem Tisch. Japanische Klimpermusik an und wir tauchten für ein paar Stunden in das alte Japan ab. In diesem schönen Euroworkerplacer versuchen wir als japanischer Schwertmeister zuerst normale Katanas zu schmieden, bevor wir dann schließlich unser Meisterstück, das Shogun no Katana, angehen. Besonderheit an dem Spiel ist, dass an den eigenen Katanas parallel gearbeitet wird. Man muss aber durch einen Verschiebemechanismus aufpassen, dass diese sich nicht gegenseitig blockieren. Dann gerät das Ganze ziemlich schnell ins Stocken und man erhält zum Schluss vielleicht nur ein olles Küchenmesser anstelle eines würdigen Katanas.

Age of Galaxy: Was Liberation im Verhältnis zu Star Wars Rebellion ist, ist Age of Galaxy zu Eclipse. Ein waschechtes 4X Game in so einer kleinen Schachtel. Einfach der Wahnsinn. Natürlich müssen dabei im Vergleich zu dem großen Bruder Abstriche gemacht werden, aber die verschiedenen Fraktionen sind so dermaßen unterschiedlich, dass es eine wahre Freude ist, diese in der Galaxie wachsen und gedeihen zu sehen. Eine der 40 Karten bestimmt die Fraktion. Mit einer zweiten und dritten kann man weitere Fähigkeiten zu seiner Fraktion hinzufügen, so dass man sich hier im Laufe des Spiels weiter anpassen kann. Einfach wunderbar. Der „Kampf“ ist sehr simplifiziert, aber das tut der Spielfreude wahrhaftig keinen Abbruch. Unbedingt ausprobieren! Vor allem für das Geld!

Heroes of Land, Air & Sea: Tja, was soll man sagen?! World of Warcraft als 4X. Einfach geil! Mit den Erweiterungen sind wir hier bei 10 Fraktionen, die mit liebevollen Miniaturen auf der Spielmatte ein wahres Fest veranstalten. Ähnlich wie bei Tsukuyumi kommt hier der Reiz aus den Spezialfähigkeiten der einzelnen Fraktionen und deren drei freischaltbaren Anführer. Da denkt man jedes Mal wieder: „Waaaaas? Das kann der? Das ist doch unfair!“. Tsukuyumi ist taktischer, das hier etwas trashiger. Aber macht total Laune. Da das Spiel schwer zu bekommen ist und ich hier den komplett bemalten All-in habe, könnte ich Dir, Christian, anbieten, dass ich (und vielleicht mein Buddy) mal mit dem Zeug irgendwann vorbeikomme und dann spielen wir das mit Deinen Jungs oder beim Brett & Pad Treffen (bei dem ich allerdings noch nie war). Ich könnte ihn Dir dann auch da lassen, damit Du es noch weiter testen kannst. Nur bitte sorgsam damit umgehen, aber das machst Du ja eh.

Anmerkung von Christian
Kurze Story dazu. Dein Hinweis auf Heroes of Land, Air & Sea in einem alten Kommentar, war die Geburt der Idee zu dieser Aktion. Die Essenz: Deine Shop-Verlinkung zu Sonderangeboten innerhalb deiner E-Mail, war nicht nur in Sachen Influencing eine herausragende Leistung, sondern sie hat mich auch arm gemacht. Leute, ich sitze hier jetzt auf einem All-In-Deluxe-Paket. Und ich bin pleite. Danke, Gordon! Bis auf Age of Galaxy spielst du ansonsten auch auf meinen Kaufreizen. Gorden, du bekommst Hausverbot! Ein Aufruf an alle, Mechs vs. Minions nehme ich als Spende gerne an.
Anmerkung von Markus
Ich musste so lachen, als Christian mir genau diese Story erzählt hat. Toll Gordon, jetzt muss ich wieder einen Trip nach HH organisieren, damit ich den Genuss dieses Spiels komme. Bei Schrecken der Meere bin ich raus. Ich mag Sandbox nicht so sehr, aber Shogun No Katana macht mich sehr neugierig. Ich sehe mich schon das Hattori Hanzō schmieden. Hammer. Age of Galaxy wird Uwe bestimmt triggern. Eclipse wird sehr bei uns gefeiert, daher ziehen wir hier gerne Vergleiche. Eine innovative Ideenliste Gordon. Danke. Nichts anderes habe ich von Dir erwartet. Das Christian dir Hausverbot gibt, ist ein gutes Zeichen. Aber der soll still sein, denn er ist für die meisten Spiele in meinem Regal verantwortlich.

Kai G.

Summoner Wars: Wenn auch nicht perfekt, macht es doch viel Spaß und ist ein tolles Zweipersonenspiel. Liegt bei uns gerade sehr häufig auf dem Tisch.

Anmerkung von Christian
Sieht ähnlich wie Mage Wars aus. Ich liebe solche Spiele, da hast du meinen Geschmack getroffen. Ich habe es zum Glück nicht auf Deutsch gefunden. Ansonsten hätte wohl die Kasse geklingelt.
Anmerkung von Markus
Und ich liebe tatsächlich auch sehr 2-Personen Spiele. Das Spielbrett sieht stark aus, die Mechaniken gefallen… Englisch ist in der Tat eine Hemmschwelle. Ich bespreche es in der Spielegruppe. Bin sehr gespannt wie es ankommt.

Kai S.

Moin ihr beiden und viele Grüße aus dem besten Bundesland der Welt. Natürlich valide belegt durch eine nicht repensative Umfrage von mindestens 10 Schleswig-Holsteinern. Nun zu eurem Aufruf. Nachdem Markus von Food Chain Magnat geschrieben hat, ist mir sofort das absolut grandiose Spiel The Great Zimbabwe ebenfalls von Splotter eingefallen. Leider ist diese Perle scheinbar untergegangen. Nur warum? Vielleicht wegen der geringen Stückzahl? Der typischen grafischen zurückhaltenden Gestaltung? Dem Thema? Wer weiß das schon? Warum solltet ihr das unbedingt Spielen? Am besten noch vor Food Chain Magnat. Also wer Spaß an hochinteraktiven, komplexen aber mit wirklich wenig Regeln auskommenden, schön ineinandergreifenden, Wirtschaftsspielen hat, ist hier genau richtig.

Ich hatte das Spiel zu einem Spielewochenende mitgenommen, wo es noch keiner kannte (inklusive mir), mit Haufenweise guten Spielen. Das Ende vom Lied war, das erstens schon gefrotzelt wurde, ob wir alle für die Great Zimbabwe-Weltmeisterschaft üben. Zweitens sich mehrere Leute das Spiel danach gekauft haben. […] Ich bin auf jeden Fall schwer begeistert und hoffe das ich bei euch Interesse wecken konnte.

Anmerkung von Christian
Also meine Erfahrungen mit Splotter findet ihr hier und hier und hier. Der erste Artikel beleuchtet die ungeliebte Härte von Brettspielen wie bei Food Chain Magnate. Der zweite Artikel prämiert die fiesesten Brettspiele und ihr dürft gerne raten, welches Spiel da auf Platz 1 thront. Der dritte Artikel beleuchtet emotionale Brettspielpartien. Nach dieser Auflistung sollte klar sein, ich schätze Splotter, ich verstehe den Spielreiz hinter ihren Brettspielen, aber für mich ist da oft eine Grenze überschritten. Markus, übernehmen sie das Steuer!
Anmerkung von Markus
Gerne Chef. Ich habe keine Erfahrung mit Food Chain Magnat, aber das Spiel reizt mich total. Unsere Gruppe schwebt um diese Perle, wir sind aber alle jungfräulich. Jetzt kommt dein Vorschlag Kai und ich werde ihn an meine Base herantragen. Die Kartengestaltung von The Great Zimbabwe sieht sehr stark aus. Die Spielbrettgestaltung ist gruselig. Das schreckt mit Sicherheit ab. Ich bin aber sehr glücklich über diesen Vorschlag abseits des Mainstream.

 

Klaus

Wenn ich schreibe, dass Ihr „Keine Ahnung“ habt, dann bekommt Ihr vielleicht nicht nur einen Hals, sondern sogar Mordgelüste (vor allem, weil es hier sicher mehr als 300 Wörter werden). Im Knast mag es zwar potentiell viel Zeit zum Spielen und auch hinreichend willige Mitspieler geben, aber einige garstige Mithäftlinge wären vielleicht gar keine guten Verlierer… gefährlich! Da hab ich zum Abreagieren eine Lösung für Euch: Killt doch einfach Doktor Lucky!

Druckt Euch die PnP-Version von Kill Doctor Lucky aus, besorgt Euch ein paar Pöppel (oder irgendwelche anderen Figuren) – einen pro Spieler und noch einen weiteren für Doktor Lucky, sucht Euch ein paar schwarz-morbidem Humor zugeneigte Mitspieler (insgesamt 4-5 Spieler wären perfekt, es funktioniert aber auch mit 3 bis 7) – und es kann losgehen:

Ihr seid alle in die Villa von Doktor Lucky, einem unleidlichen alten Drecksack, eingeladen, und da Ihr alle noch einen Truthahn mit ihm zu rupfen habt, möchte ihn auch jeder von Euch gern um die Ecke bringen. Aber natürlich so, dass Ihr dabei nicht gesehen werdet – und womöglich doch noch im Knast landet.

Kill Doktor Lucky ist ein Spiel, in dem derjenige Gast gewinnt, der es schafft, Doktor Lucky umzubringen, ohne dabei von einem der anderen Gäste gesehen zu werden (also ein bisschen wie die Vorgeschichte zu Cluedo – aber ein völlig anderes Spiel, versprochen). Die Regeln sind recht einfach, dabei ist alles kartengesteuert: Bewegung, Waffen – und auch der (Miss-)Erfolg. Und wie bei jedem Verbrechen gehört ein bisschen Glück zum Gelingen natürlich auch dazu… Da sich der Hausherr auf einer bestimmten Route nach jedem Zug durch das Haus bewegt, kann es sich sogar lohnen, einfach mal auf ihn zu warten und währenddessen den eigenen Kartenvorrat aufzustocken, um dann geschickt mittels einiger Kettenzüge gleich mehrfach hintereinander zuzuschlagen. Denn irgendwann kommt der Punkt, wo die Mitspieler den Mord mangels Fehlschlag-Karten nicht mehr werden verhindern können.

Durch die launige Gestaltung tritt der Mord als Spielziel schnell in den Hintergrund, könnt Ihr es doch – neben Euren blossen Händen – mit so unterschiedlichen „Waffen“ wie z.B. „verdorbener Sahne“, eher rustikal mit einer „Bratpfanne“, mit einem „Billard-Queue“ oder „Schuhlöffel“, es gar splattermässig mittels „Kettensäge“ versuchen, oder mit einem „Lauten Schrei“ bestenfalls einen Herzkasper beim Doktor auslösen (oder sogar – leider nicht bei Truant – mit einem „Killing Joke“ den Doktor sich einfach totlachen lassen).

Eines steht fest: Sterben muss Doktor Lucky am Ende, und wer ihm dabei erfolgreich „hilft“, bekommt als Sieger vielleicht ja sogar die „Entenattrappe“ aus dem Trophäenraum 😉

Etwas zur Historie: Das Spiel ist ursprünglich Mitte der 1990er Jahren als low-cost-Version bei Cheapass-Games veröffentlicht worden (2000 auf deutsch bei Truant), aber inzwischen in diversen besser ausgestatteten Ausgaben erschienen. Dabei haben die auch auf deutsch erschienenen „Deluxe Jubiläums-Ausgaben“ neben geändertem Kartenmaterial auch ein deutlich geändertes Regelwerk. Das habe ich erst einmal gespielt, weil es mir wegen vieler Regeländerungen, insb. des Wegfalls der Option, Doktor Lucky durch die Spieler bewegen zu können, deutlich weniger gefallen hatte – denn gerade dies habe ich immer als erfrischendes taktisches Element wahrgenommen und geschätzt. Warum mir die Änderungen sonst im Einzelnen nicht gefallen, würde hier zu weit führen und dann auch noch die 3000 Wörter knacken, können wir uns aber später bei Bedarf Eurerseits gern noch drüber austauschen.

Mit dem Spiel könnt Ihr dann ganz legal Eure Aggressionen ab- oder eben Eure Ahnung aufbauen [feix] … Ihr habt es ja so gewollt. Ich finde: Immer wieder ein Mordsspass! […] Meines Erachtens ein perfektes, launiges Gateway-Spiel auch für etwas mehr als die üblichen vier Spieler. Nicht geeignet für humorlose Moralisten, Prediger des fünften Gebots und ähnliche Memmen.

Anmerkung von Christian
Ganze 577 Wörter und damit den Rahmen gesprengt. Aber so gehaltvoll, auch mit der Verlinkung zur PnP-Version, dass hier vielleicht alle davon profitieren können. Ich halte mich kurz, du hast mich verdammt neugierig gemacht! Alles weitere besprechen wir in den Kommentaren! Mir wird bei den vielen Versionen ganz schwindelig.
Anmerkung von Markus
Wow. Schwarzer Humor, 3-7 Spieler. Das hört sich traumhaft an, zumal in letzter Zeit auch mal mehr als 5 Spieler am Tisch sitzen. Danke für die tolle Aufarbeitung. Ich werde mich definitiv durch die ganzen Versionen klicken. Mein Problem: Ich brauche was auf deutsch. Die PnP Version ist auf englisch. Starke Leistung und ein toller Titel, der neugierig macht.

Eure Beeinflussung | Diskussionsbedarf?

Falls ihr nun diskussionsbedarf habt, dann lasst gerne einen Kommentar hier. Wir können dann gerne noch weiter über eure Titel sprechen, ohne das der Artikel zum Roman wird. Auch vielen Dank für eure Zusendungen, die mich insgesamt alle neugierig gemacht haben und der ein oder andere Titel sicher hier eine Rezension erhalten wird oder zumindest auf eine Beobachtungsliste für den Schnäppchenkauf gepackt wird!

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24 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Denny Crane
    4. April 2024 7:54

    das sind mal spannende Titel, die ich zum Teil noch garnicht kannte. Dr Luck klingt gut, danke für den Zipp.
    Shogun No Katana kann ich definitv empfehlen. Da fragt man sich nach dem ersten Spiel, wie man jemals alle Worker freischalten kann und bereits beim zweiten Mal flutscht die Schmiede schon so viel besser. Der Wiederspielwert ist ein Thema, was hoffentlich durch die Wanderer/Gäste gut gelöst ist
    Mechs vs Minions ist ein tolles verrücktes Spiel. Da lohnt es sich wirklich bei Flohmarktfünden nicht lange zu warten

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    • Meine Frage wäre da jetzt, wie schnell flutscht es bei Shogun No Katana richtig gut? Ich mag dieses flutschen nicht. Ein Grund warum ich Arnak z.B. nicht so wirklich mag. Da flutschte es im ersten Spiel schon so dermaßen, dass ich dachte, was soll da noch kommen? Es kam dann auch leider nichts mehr. Ich mag gerade bei Brettspielen oft dieses unvollständige, die Entscheidungen auf dem Weg zum Ziel, bei dem man am Ende merkt, nie alles geschafft zu haben.

      Mechs vs Minions wollte ich schon lange mal spielen. War mir damals glaube ich oft zu teuer und der Preis ist ja leider nicht gefallen. 😀

      Antworten
      • Denny Crane
        4. April 2024 12:29

        Also ich konnte bereits beim 2ten Spielen ein extrem aufwendiges Katana für dne Shogun schmieden. Ich denke aber, das bei den normalen Schwertern immer noch Luft nach oben war.
        Das schöne an dem Spiel ist, das eine Aktion von Spieler A auch immer eine abgeschwächte positive Aktion für die anderen Spieler mitproduziert. Daher ist das Spiel schon eher auf der eher belohnenden Seite anzusiedeln. Ein hartes Reinarbeiten über viele Spiele ist da nicht vonnöten.

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  • brettspielbabo
    4. April 2024 12:06

    Age of Galaxy hab ich tatsächlich hier rumliegen, können wir gerne mal spielen 😉

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  • (es geht um Kill Dr. Lucky)
    @ Markus: „Mein Problem: Ich brauche was auf deutsch.“

    Erhältlich ist auf deutsch derzeit leider nur die „Anniversary Edition“, die aufgrund des geänderten Regelwerks mit einem etwas anderen Kartensatz und auch einigen geänderten Raumnamen arbeitet. Die Texte in der englischen PnP-Version sind aber leicht auf deutsch mit einem Bildbearbeitungsprogramm anpassbar (es gibt nicht so viele Kartentypen, und man muss auch eigentlich nur die Bezeichnung übersetzen, nicht zwingend auch die humorigen Zusatztexte auf den Fehlschlag-Karten – das hat Truant damals auch nicht gemacht – oder die Kartenfunktionen der Bewegungs- und Raumkarten). Da es die alte deutsche Truant-Anleitung im Netz noch als DL gibt (inkl. einer Abbildung des Spielplans mit den deutschen Raumbezeichnungen), sind die anderen Erläuterungstexte zur Funktion der Karten eigentlich obsolet. Die Suchmaschine des Vertrauens ist der Freund der Leserschaft, Euch hatte ich diese ja im P.S. unten noch verlinkt; mein Angebot, Euch die PnP-Arbeit abzunehmen, damit Ihr Euch aufs Testspielen konzentrieren könnt, steht – inkl. Eindeutschung der Bezeichnungen.

    @ all, die es interessiert: Die englische PnP in Kombination mit der deutschen Anleitung läuft nach den ursprünglichen Regeln. Wem es dann auch noch gefällt, der kann sich durchaus die aktuelle Anniversary-Version kaufen und auch die neuen Regeln ausprobieren. Wenn einem wie mir die alten Regeln aber besser gefallen, passt man sich eben einen englischen PnP-Kartensatz mit PS, GIMP oder ähnlichem so an, dass er zum deutschen farbigen „Luxus“-Brett passt.

    Antworten
    • Pssst: Würde die Aktion jetzt noch laufen, hätte ich Euch als meinen zweiten Tipp meinen derzeitigen Liebling CRYPTID (deutsch bei Skellig), eine wahre Deduktions-Perle, auch noch ans Herz gelegt – das hatte ich aber im Februar erst einmal gespielt und den Reiz noch nicht erfasst. Inzwischen habe ich über ein Dutzend Partien hinter mir und finde es einfach nur G-E-I-L! Und mich arg gewundert, dass es hier nicht bei Brettspiele A-Z gelistet ist… 😉

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      • Hallo KK,

        also hier noch einmal ein fettes Danke an deine Mühe mit der Erklärung zur PnP-Version. Ich gestehe, ich hasse das Basteln von PnP-Versionen. Mag bescheuert sein, aber ich mag eben auch Spielmaterial und tendiere daher eher zur Pegasus-Version. Vielleicht reicht die erst einmal als Einstieg? Ansonsten, wenn es dir wirklich gar keine Mühe macht, schaue ich mir auch deine PnP-Version an. Ich weiß nur nicht, wie gut ich die auf den Tisch bekommen und das ist ja ein großer Faktor. Das beste wäre wohl die deutsche Truant-Version auf dem Gebrauchtmarkt. Habe ich aber nicht gefunden.

        Cryptid mag ich übrigens auch sehr. Ich besitze es nicht, aber innerhalb des Freundeskreis ist es im Umlauf. Tolles Spiel, mit immer wieder großen Überraschungen. In meiner Erinnerung findet Markus das Spiel aber furchtbar 🙂

        Liebe Grüße

        Christian

        Antworten
        • Ja, die Pegasus-Ausgabe ist schon schön – aber das Kartenmaterial eignet sich nur für das neue Regelwerk. Die allerschönste Ausgabe ist aber m.E. die englische von Titanic-Games (leider out-of-print, taucht aber auf dem Sekundärmarkt immer mal wieder auf; die hat auch schon die Token für die moderate, tempoforcierende Regelanpassung, drin, die man auch in der englischen free-edition-Anleitung unter „Spite Tokens“ in Step 2 findet).

          Ich habe mir für die Pegasus-Ausgabe einen auf die dortigen Raumbezeichnungen für die der Urversion entsprechende Vorderseite des Boards zugeschnittenen (funktionalen) SW-Kartensatz erstellt, mit der man die alten Regeln auf dem Pegasus-Board spielen kann. Diesen Kartensatz mach ich Dir gern fertig und schick ich ihn Dir zu, wenn Du mir über eMail eine Anschrift zukommen lässt.

          Und falls Du dann tatsächlich rezensieren und ggf. sogar einen Regelvergleich einbauen möchtest, können wir vorher gern das für und wider beider Versionen mal diskutieren. Einige Aspekte der neuen Regeln sind durchaus nicht uninteressant, leider wurde ein für mich sehr reizvolles, wenn nicht sogar das reizvollste Element – die Bewegung von Dr. Lucky durch die Spieler – rausgestrichen. Eine Hybridregel wäre sicher spannend zu entwickeln.

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          • Hi, ich melde mich die Tage mal persönlich, denn Dr. Lucky packt mich jetzt doch irgendwie…

        • „In meiner Erinnerung findet Markus das Spiel [Cryptid] aber furchtbar 🙂“

          Für den Fall, dass Du richtig erinnerst, hat Markus diesbezüglich wohl wirklich „keine Ahnung“ 😉

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          • Ja, Markus finde das Spiel Mist. Liegt wohl daran, dass ich generell solche Spiel nicht mag. Ableitung von Aussagen aus anderen Aussagen mithilfe logischer Schlussregeln. So ein Mist. Das habe ich im Mathematikunterricht oder in Physik und Chemie nur schon unter schweren Anstrengungen hinbekommen. Mein Hirn tickt da einfach anders. Mein Bruder hatte immer die PM und hat sich mit meiner Mom einen Battle um das Logikrätsel geliefert. Ich habe lieber die Artikel gelesen.
            Da ich jetzt offiziel keine Ahnung habe, möchte ich mich für die schöne Zeit im Blog bedanken und auf wiedersehen sagen.

          • Ja, Deduktion ist nichts für jeden, das weiss ich auch und habe es ja auch „diesbezüglich“ auf dieses Genre eingegrenzt; es war auch nur eine nicht so ernst gemeinte Anspielung auf Euren für diese Aktion selbst gewählten eMail-Betreff „Ihr habt keine Ahnung!“, denn in meinen Runden hatte es allen viel Spass gemacht (auch dem einen, der nach einigen Runden konstatieren musste, dass diese Art der Deduktion sich ihm nicht wirklich erschlösse) und einige – mich eingeschlossen – regelrecht begeistert.

            Als Friedensangebot kann ich nur einräumen, dass ich im Gegensatz zu Dir von diesen ganzen komplexen Regelmonstern absolut „keine Ahnung“ habe, weil mir diese eben zu mühsam zu erlernen sind. So hat jeder seine Vorlieben.

          • Ein Tipp, frage nicht nach kooperativen Brettspielen. 😀

  • Gordon Shumway
    5. April 2024 13:10

    Wow, das war mal eine schöne Überraschung als ich hier auf den Blog geschaut habe. Und Eure Kommentare dazu sind einfach der Knaller. Und so oft wie Ihr (besonders Du, Christian,) mich schon arm gemacht habt, so ist es nur „fair“, wenn Du jetzt mal das gleiche Schicksal ereilst. 😉

    Zu Shogun: Beim ersten Spielen flutscht es noch nicht so richtig. Beim zweiten schon viel besser. Es ist aber so, dass man nicht alles schaffen kann. Da ist immer noch Luft nach oben. Das hat oben Denny schon sehr passend beschrieben, finde ich.

    The Great Zimbabwe: Die Beschreibung macht mir ja schon Lust auf das Spiel, aber das Artwork von Splotter ist ja schon……äh………ziemlich……äh………besonders. Und dann noch die Preise, die bei BGG dafür aufgerufen werden. Da muss ich leider passen.

    Antworten
  • Kaiilander
    7. April 2024 22:47

    Zu „Englisch ist eine Hemmschwelle“:
    ich habe in der Schule Englisch vorzeitig mit einer ziemlich schlechten Note abgegeben. Tatsächlich habe ich diese Sprache erst durch das Lesen englischer Spielregeln gelernt. Als ich mit Spielen begonnen habe, gab es vieles nicht in Deutsch und die wenigen Übersetzungen kamen damals oft von den Heidelbären. Die haben zu der Zeit kein einziges Spiel fehlerfrei übersetzt bekommen.
    Auch heute noch kaufe ich jedes Spiel in Englisch, wenn es die Originalsprache ist und nicht zuviel Erzähltext im Spiel hat Probiert es mal aus. Die meisten Regelwerke sind in sehr einfachem Englisch gehalten und man kommt sehr schnell rein. Und irgendwann ist man einfach froh, keine wenig gelungenen Übersetzungen kaufen zu müssen.

    Antworten
  • Läuft die Aktion eigentlich noch? Kann man noch was einsenden?

    Antworten
  • Zu „Englisch ist eine Hemmschwelle“:
    ich habe in der Schule Englisch vorzeitig mit einer ziemlich schlechten Note abgegeben. Tatsächlich habe ich diese Sprache erst durch das Lesen englischer Spielregeln gelernt. Als ich mit Spielen begonnen habe, gab es vieles nicht in Deutsch und die wenigen Übersetzungen kamen damals oft von den Heidelbären. Die haben zu der Zeit kein einziges Spiel fehlerfrei übersetzt bekommen.
    Auch heute noch kaufe ich jedes Spiel in Englisch, wenn es die Originalsprache ist und nicht zuviel Erzähltext im Spiel hat Probiert es mal aus. Die meisten Regelwerke sind in sehr einfachem Englisch gehalten und man kommt sehr schnell rein. Und irgendwann ist man einfach froh, keine wenig gelungenen Übersetzungen kaufen zu müssen.

    Antworten
    • Hallo Kailander,

      ich habe sehr viel englischsprachige, wissenschaftliche Literatur während meines Studiums gelesen und ich schaue auch sehr gerne englische Filme mit Untertitel. Aber beim Spielen packt es mich nicht so. Da möchte ich beiläufig die Karten und Texte lesen und ratere lieber über meine nächsten Möglichkeiten, als über die Bedeutung der Übersetzung.
      Meine Familie ist bei englischsprachigen Spielen sofort raus. Daher würde ich es wohl gerne ausprobieren, aber diese Hürde schaffe ich nicht und gerade diese Art von Spiel schreit nach einer großen Runde…schwierig…

      Antworten
      • Englisch ist für mich kein Problem, besitzt aber in einem deutschen Freundes- und Familienkreis mit Pech immer eine Hemmschwelle. Wenn es dann noch ein narratives Spiel ist, gute Nacht! An sich habe ich nichts gegen Brettspiele in englischer Sprache. Allerdings wollte ich noch anmerken, dass es bei der Übersetzung Fehler geben kann. Gar keine Frage! Allerdings gibt es auch genügend Beispiele, wo die deutsche Anleitung besser ist als das original. Einfach weil z.B. Erratas, FAQ usw. schon eingearbeitet wurden, weil die deutsche Version nach der englischen erscheint oder ein deutscher Verlag eine extra Runde bei der Anleitung dreht.

        Aber nur zur Einordnung. Cloudspire ist eines meiner Lieblingsspiele. Und das ist auf Englisch. 🙂

        Antworten

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