Lesezeit: 5 Minuten
Es gibt Spiele da fackelt ich nicht lange. Riftforce? Erweiterung? Ab in die Spielbar und gekauft. Jetzt mal ehrlich. Riftforce ist ein tolles Spiel. Ich spiele es manchmal zwischendurch. Manchmal den ganzen Abend. Es ist ein toller Urlaubsbegleiter und ich habe meine Lieblingsgilden. Jeder, mit dem ich es bisher spielte, hat einen schnellen Einstieg gehabt und sehr viel Spaß beim Zerstören der gegnerischen Elemente. Carlo Bartolini und 1More Games ist 2021 ein tolles Spiel gelungen, welches auch beim liebevollen Artwork voll und ganz überzeugen konnte. Also warum nicht Riftforce Beyond direkt in den Einkaufswagen packen und loslegen?

Kurzcheck: Darum geht es in Riftforce Beyond

Die Nummer ist schnell durch. Am eigentlichen Spiel ändert sich nämlich …nichts. Als wir das Riff genauer untersuchen, entdecken wir einen Durchgang zu der Welt dahinter. Also begeben wir uns auf eine Reise ins Unbekannte. Huihuihui. Jetzt wird es spannend. Wir treffen nämlich neue Verbündete. Und damit ist auch die größte Neuerung in Riftforce Beyond erzählt. Es gibt neue Karten und damit neue Gilden. Und damit das nicht alles ist, wird das Spiel natürlich zu einem Teamspiel erweitert und ein Solo-Modus eingebaut. Jaja, das ist mittlerweile State of the Art. Fürs Teamspiel braucht man natürlich Grundbox und Erweiterung, genauso wie im Solospiel. Ehrliche Meinung von mir: Brauch ich nicht, will ich nicht und spiel ich nicht. Ich habe einmal das Teamspiel mit 3 und vier Leuten probiert. Es funktioniert und macht auch Spaß. Aber wenn ich 3 oder vier Leute am Tisch habe, spiele ich alles andere, nur nicht Riftforce Beyond.

Automa im Solospiel und die neuen Orte für das Teamspiel.

Pflanzen

Also wieder zurück zur Kernkompetenz von Riftforce, dem harten Duell 1:1. Als ich die Schachtel geöffnet habe Beim Unboxing war ich sehr aufgeregt. Was haben sich die kreativen Köpfe ausgedacht? Es waren ja schon echt geile Gilden am Start. Meine Lieblingsgilde: die Pflanze. Sie thront an ihrem Platz und zieht die Gegner zu sich. Oh, was hat mich meine Frau damit schon zur Verzweiflung getrieben. Immer hatte ich eine Idee und dann kam dieses Ding und zieht meine ganzen Karten dahin, wo sie nicht zu meiner Idee passen. Unnötig.

Startaufstellung

New Stuff

Acht neue Gilden sind nun am Start. Biest, Magnet, Lava, Sand, Säure, Stern, Liebe und Musik. Ähnlich wie bei den Erweiterungen zu Super Fantasy Brawl hätte ich nicht mit so viel Neuem und kreativen und spielerisch innovativen Ideen gerechnet. Beispiele? Ich spiele die Gilde Biest. Dieses muss sich zwingend an einen angrenzenden Ort bewegen. Hat das Biest einen Schaden auf sich liegen, ist es in Rage. Dann legt es auf den ersten Feind am neuen Ort drei Schaden, ansonsten zwei. Ha! Das hat Kati nicht bedacht und fügt meinem Biest Schaden um Schaden zu und macht es mächtig wütend. Hier merkt man sofort eine taktische Veränderung zum Grundspiel. Da hat es mich manchmal weniger gekümmert, ob mein Gegner Schaden bekommen hat oder nicht. Liegt aber gegenüber jetzt ein Biest und füge ich diesem Biest einen Schaden zu, dann wird es natürlich in der nächsten Runde sehr sehr mächtig.

Ätzend

Weiter spiele ich die Gilde Säure. Sie zersetzt jeden Gegner wie die Axis Chemical Factory. Ich lege drei Schaden auf den ersten Gegner und noch einen Schaden auf den zweiten Feind an diesem Ort. Brutal. Wann kann man sonst in dem Spiel vier Schaden machen? Ich höre die Community schon „Broken“ schreien. Mitnichten. Denn meine Säure erhält keinen Siegepunkt Riftforce, wenn sie einen Gegner zerstört. Aber ich bereite meine nächste Attacke geschickt vor, denn Kati hat mächtige Gegner mit einer „7“ ausliegen. In der nächsten Runde aktiviere ich wieder meine Säure. Die Gegner sind mächtig angefressen und werden hoffentlich in der nächste Runde aufgelöst und damit zügig aus dem Verkehr gezogen. Was auffallend bei alleine diesen beiden Karten ist, dass sich im Spiel die Interaktion mit dem Feind und die symbiotische Wechselwirkung der Gilden deutlich erhöht und diffiziler gestaltet.

Komplexität und Timing

Zwei weitere Beispiele, die zeigen, wie kreativ und fein abgestimmt die neuen Gilden sind. Und auch warum meine Frau dieses Spiel einfach viel besser kann als ich. Sie legt eine 5er Liebe aus und alles, was die Säure eben in zwei wuseligen Attacken an Schaden gemacht hat, ist geheilt. Meine Kinnlade klappt nach unten, denn die Liebe sorgt dafür, dass beim Ausspielen ein Verbündeter komplett geheilt wird. Weitere 5er Karten werden ausgespielt und in der nächsten Runde aktiviert. So kommt es noch schlimmer: Sie aktiviert die 5er Musik.

Die Musik legt zwei Schaden auf das Biest. Es wandert zu mir…

Die Musik ist betörend und übernimmt, ähnlich wie die Sirenen in Homers Odyssee, die Kontrolle vom Gegenüber. Zerstöre ich mit der Musik einen Feind, darf ich diesen Feind an meinem Ort spielen. Voraussetzung hier für: die gleiche Zahl und noch ein übriges zu aktivierendes Element. Aua. Mein Biest wird zerstört. Und da es sich um eine 5er Karte handelt, darf das Biest auf der anderen Seite die Karte ausspielen. Aua. Da mein Biest hat Schaden, verballert mir Katie drei plus eins Schaden. Aua. Damit räumt sie dann wieder einen anderen Gegner vom Tableau.

und weil es in Rage ist und ich es aktivieren kann legt es vier Schaden auf den ersten Feind. Game over!

Fazit

Riftforce Beyond ist eine tolle Erweiterung. Ich habe den Vergleich bereits zu Super Fantasy Brawl gezogen. Auch hie wird das Grundspiel nicht verändert. Ich bekomme lediglich ein paar neue Gilden. Und die haben es so was von in sich. Ehrlich. Das Spiel wird komplexer und interaktiver. Es kommt mehr Varianz ins Spiel. Teilweise sind die Gilden auch schwerer zu spielen, weil sie eine exakte Vorbereitung und ein gutes spielerisches Timing benötigen. Wenn man das alles negativ auslegt, könnte man sagen, man braucht auch mehr Glück. Aber wir reden hier immer noch von einem Kartenspiel. Für alle, die Riftforce häufiger spielen, ist dies der genau richtige Ansatz. Die Gestaltung der Karten ist wieder als liebevoll zu bezeichnen und ich bin total froh mit meinem Kauf. Zudem ist der Preis mit 15€ in den gängigen Shops absolut spitze. Wer das Teamspiel oder den Solomodus mag, hat eine zusätzliche Spieloption.

Riftforce Beyond

14,99€
8.5

AUSSTATTUNG

8.0/10

SPIELIDEE

8.5/10

SPIELSPASS

9.0/10

Kurzfakten

  • Erweiterung zu Riftforce
  • 8 neue Gilden
  • An den Regeln ändert sich nix
  • Mehr Timing notwendig
  • Hohe Vernetzung der Gilden
  • Team- und Solospiel möglich

Spielinformationen

  • Genre: Kartenspiel
  • Personen: 1-4
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: 20 - 30 Minuten
  • Autor/in: Carlo Bortolini
Redakteur bei Brett & Pad | + Letzte Artikel

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