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Zwei Blogger – zwei Meinungen

Da sind wir wieder mit unseren zwei Einschätzungen zu Phraya, welches gerade auf der Zielgeraden bei Gamefound angelangt ist. Ich habe mir das Spiel vor allem mit meiner Frau zu zweit angeschaut und anschließend hat es Markus in seiner Gruppe gecheckt. Das Brettspiel ist von DMZ und wird auf Deutsch von Nice Game Publishing vertrieben. Diese Kombo kennen wir schon von A.D.E.L.E, ein Spiel welches mir durchaus gefallen hat. Was kann nun Phraya?

Phraya – Christians Meinung

Phraya sieht erst einmal wesentlich schicker in Natura aus. Ich fand es auf den Pressebildern etwas bieder, aber das täuscht. Tischpräsenz ist vorhanden und Micheal Menzel hat einen guten Job gemacht. Zweite Fehleinschätzung: Der Kampf um Siegpunkte, Belieferung von Restaurants und den verschiedenen Einflussbereichen bei Opfergaben für Buddha oder der Königsbarke sind wesentlich verzahnter und anspruchsvoller! In den ersten Runden rieb ich mir verdutzt die Augen. Wer hier richtig doofe Aktionen macht, der schießt sich richtig ins Abseits. Einmal falsch eingekauft, ist der Weg zu vollen Taschen alles andere als einfach. Die Gefahr ist nicht gering, denn Mitspieler:innen behindert mit der Königsbarke deine Wege, verändern die Preise deiner Waren, schnappen dir auf Leisten Boni, auf dem Spielplan Bauplätze und in Restaurants die Aufträge weg. Interaktion also vorhanden! Und obendrauf muss du dann auch noch Deckbuildung betreiben! Deine Aktionen sind zur Hälfte nämlich von deinen Handkarten abhängig und nur wer sich mit den einzigartigen Karten im Markt sinnvoll verbessert, behält die Oberhand.

Klar, diese Zusammensetzung von Deckbau und Aktionen kennt man, Pick-up and Deliver ist auch bekannt, trotzdem ist das mit der zusätzlichen Bewegung auf dem Spielbrett und den fast Area-Control anmutenden Leisten ziemlich cool verknüpft. Wofür gibst du deine teuer erkauften Waren aus? Hier das Gleichgewicht aus mehr Geld oder Siegpunkte zu finden, macht echt  Spaß, vor allem weil die Umwandlung in Siegpunkte eben an Aktionen geknüpft sind, die nicht immer leicht auszuführen sind. Zu zweit empfand ich das Spiel allerdings als noch nicht so ganz optimiert. Kauft keiner Karten, kommen keine neuen ins Spiel. Hier stagniert das Spiel unnötig. Der Kampf um die Leisten ist zu zweit auch weniger spannend oder bisweilen fast unfair. Kein Sonderfall bei Punkte über Mehrheiten in Spielen zu zweit. Die Marktpreise sind zudem schwieriger zu beeinflussen. Also besser zu dritt oder zu viert? Oder explodiert da die Downtime Markus?

Unten mein Startboot und oben der Spielplan mit den schwimmenden Ständen.

Phraya – Markus Meinung

Nein, kurioserweise nicht. Also nicht in einem besonderen Maß. Ähnlich wie du, waren wir eher skeptisch. Aber während dem Spielen packt einen Phraya dann, denn die Mitspieler machen einem alles kaputt. Eben wollte ich noch Fisch an dem Markstand kaufen, dann schiebt sich Michas Boot an den Stand und blockiert. Gut, dann besorge ich mir eben Sternfrucht, aber die hat Marc so teuer gemacht, dass ich mir sie nicht leisten kann. Billiger machen, kann ich sie mit meiner Handkarte auch nicht, denn die Passende habe ich bereits ausgelegt. Genau solche Entscheidungen machen Phraya bei vier Spielern zu einem tollen Spiel. Schnell zu lernen aber schwierig zu erfassen. Wo bekomme ich Waren zu welchem Preis? Was mache ich mit diesen Waren? Wie rüste ich mein Boot auf?

Welche neuen Aktionskarten kaufe ich? Welcher Preis haben die Waren?

 

Das Spielende kommt dann hart. Bedingung erfüllt, Ende-Gelände. Vor meinem letzten epischen Zug beendet Marc das Spiel und ich schaue in die Röhre. Passiert. Bei der nächsten Partie habe ich das besser im Griff. Phraya hat viele unterschiedliche Elemente auf dem Brett und die alle im Blick zu haben ist Kennerniveau. Es ist also definitiv kein Familienspiel, obwohl es sich manchmal so spielt. Eigentlich hat das Spiel alles was ein tolles Spiel ausmacht. Interaktion, tolle Mechanismen, sehr gutes und liebevolles Material und vor allem Dynamik. Aber der letzte Funke und epische Begeisterung ist in unserer Gruppe irgendwie nicht übergesprungen. Ich weiß aber nicht warum. Trotzdem würde das Spiel immer auf unserem Tisch landen und jeder würde mitspielen. Zu viert auf jeden Fall eine absolute Empfehlung. Also, für Kurzentschlossen hier nochmal der Link zur Kampagne. Der Preis ist mit 42€ noch gerade so ok, weil das Material echt schön und gut ist. Zudem ist das Spiel echt sehr thematisch, was ein Vergleich mit echten Bildern zeigt.

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