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Der etwas andere Dropfleet Commander Spielbericht handelt weniger von Zugbeschreibungen, sondern behandelt die abenteuerliche Geschichte des unerschrockenden und  legendären Admiral J.T.K. Jacob. Sein erstes Scharmützel mag nicht besonders wirken, aber glaubt mir es hat sich nachhaltig die Welt und ihre Geschichte verändert. Zumindest im Horizont von J.T.K. Jacob, man munkelt er soll gigantisch sein. Viel Spaß beim Dropfleet Commander Spielbericht und der ersten Episode.

Logbucheintrag 10.1.2.457 – J.T.K. Jacob

„Hier spricht der sechs Würfel-Admiral der Armada HC-Hamburg, Operation „Wir-Schlagen-Regeln-Nach“, im Orbit von Hefion 3. Unser Ziel ist die Einnahme von Sektor Alpha, in östlicher Richtung, Sektor Beta im Zentrum des Kontinents und Sektor Gamma westlich davon. Wir versprechen uns…“ – mit einem zischen öffnete sich die Schiebetür zur Kommandobrücke und ein schlacksiger Mann, mit hochrotem Gesicht, stürmte in die Kommandozentrale.

„Admiral, ergebenster Admiral, unsere Langstreckenscans ergeben, dass in kürzester Zeit die PHR in unserem Orbit auftaucht. Helfen Sie uns mit ihrer Weisheit, gegen diese massive Feuerkraft! Ich will nicht sterben.“
„Leutnant Shoé-Polishers, wie oft denn noch! In meinem Beisein heißt es nicht PHR, sondern Weltraum-Elfen. Dieses feige Pack! Es war vor hundert Jahren feige und so ist es geblieben. Bringen Sie unsere Armada in Stellung. Wir eröffnen das Gefecht mit der Seattle im Zentrum. Der wird mit seinen Bombern ab Gefechtsbeginn für Druck sorgen. Priorität eins hat der östliche Sektor! Der Plan, im Schatten der mächtigen Moscow, unserem schwersten Angriffskreuzer, werden wir zwei Fregatten positionieren, die unsere Truppen in Sektor Alpha bringen.“
„Admiral, ergebenster Admiral, was ist mit unserer Laserkanone? Warum bringen wir die nicht?“. Streng blickt J.T.K. Jacob dem dürren Mann ins Gesicht, der nun leicht transpiriert. „Das ist keine Laserkanone, Leutnant Shoé-Polishers, sondern ein Burnthrough-Laser und den bringen wir mit zwei Angriffsfregatten ganz zum Schluss. So bleiben wir flexibel wo wir unsere größte Feuerkraft einsetzen. Wer hat Ihnen ihr miserables Wissen eigentlich eingetrichtert, die Elfen? – und jetzt, WEGTRETEN“.

Die Schlacht beginnt – die ersten Züge

J.T.K. Jacob schaute auf seinen Taktikschirm im Kontrollzentrum der Berlin. Sein Blick erfasste in Bruchteilen von Sekunden diverse Parameter, für Laien nur blinkende Zahlen und unentzifferbare Icons. Er wusste was zu tun war, denn er ist der Admiral! Er griff sich das Buch der Regeln. Er hatte es doch gelesen, aber so viel vergessen – wurde er etwa alt? „Admiral, ergebenster Admiral“, durchbrach das nervige Geplapper des Leutnant Shoé–Polishers seine Gedanken. „Still jetzt, sie Wicht, ich muss mich konzentrieren!“ Insgeheim hofft J.T.K. Jacob einfach nur das ihm keiner seine Regelunfestigkeit anmerkt.

J.T.K. Jacob bellte den ersten Befehl über die Kommandobrücke. Augenblicklich setzte die Berlin, im Schlepptau die beiden Launch-Fregatten, mit vollem Schub die Standard-Order um. Die beiden Fregatten tauchten einen Orbit tiefer ein. Der PHR Elf erschien als erstes mit seinen Launchschiffen der Medea-Klasse auf dem Radar von J.T.K. Jacob. Er kopierte also die Taktik, aber entschied sich für den westlichen Sektor. „Seattle, vollen Schub vorwärts, Standard-Order“, brüllte der sechs Würfel-Admiral,“ mit Fokus auf die Launch Schiffe! Gönnen wir Ihnen keinen einzigen Sektor.“ Und so feuerte die Seattle drei Bomberstaffeln durch den Orbit.

Leider zerschellte eine Bomberstaffel beim Anflug auf den Medea Strike Carrier im Trümmerfeld des Orbits. Der Vanguard Carrier der Ikarus Klasse auf Seiten der PHR konterte die Bomber ihrerseits mit Fightern, um die Bomber abzufangen. Ein lächerlicher Versuch! Zum Schluss tauchte vom Space-Elf am Horizont noch eine dreier Kampfgruppe auf: Ein schwerer Kreuzer der Hector Klasse und zwei Europa Fregatten. Er setzt auf einen Abfangkurs zu den Launch-Fregatten an – gar nicht gut. Wenn diese in einem Feuerball aufgingen, wäre die Schlacht verloren.

Die zweite Runde beginnt

Feuer Frei – dritte Runde

J.T.K. Jacob funkelte den taktischen Screen an. Die Ausgangslage war klar. Er musste im mittleren Sektor Chaos anzetteln und das Kampfgeschehen in den westlichen Sektor tragen, um die gegnerischen Launch-Fregatten abzufangen. „Captain, Captain, seht, die PHR schickt ihre Kampfgruppe in die Mitte und eröffnet das Feuer – volle Breitseite und sie machen ihren Front-Laser bereit“
„Wer nennt mich hier Captain? Sehe ich aus wie Bicard von der Tenderprize?! Ich bin Sechs-Würfel-Admiral. Gehen Sie mir aus den Augen!“ J.T.K. Jacob atmete vor Erleichterung tief aus, als er sah das die Offensive der PHR fast wirkungslos verpuffte. Was für schlechte Schützen der Feind doch hatte. Die Moscow hatte ein paar Schrammen, aber nichts worüber man sich sorgen machen musste. Die Moscow flog unbeirrt auf den Feind zu. „Jetzt, feuert alle Waffen ab!“, schrie J.T.K. Jacob in seine Kommunikatoreinheit. Und während sich die Geschosse durch die Panzerung der Feinde fraßen, auf einem der beschossenen Fregatten Feuer ausbrach, flogen die eigenen Launch-Schiffe im Sinkflug in die Atmosphäre des Sektor Alpha entgegen. Zeit das erste Mal Truppen abzusetzen!

Die PHR brach mit ihren Medea Launch Fregatten und ihrer Begleitung eines leichten Kreuzers der Ikarus Klasse das Silent Running, um eine Schicht im Orbit tiefer zu sinken. Voller Vorfreude gab J.T.K. Jacob seiner mittig positionierte Kampfgruppe, mit der Berlin und zwei Kampffregatten, den Befehl auf die Theseus zu feuern. Tränen des Stolzes liefen ihm die Wangen hinunter als er sah wie sich der Laser fast durch das komplette Schiff fraß. Was für ein Anblick! Leider hatte er vorher das Feuer der Fregatten auf andere feindliche Schiffe gelenkt und nicht auf die fast zerstörte Theseus. So explodierte zwar in einem atemberaubenden Feuerball eine PHR Europa Fregatte und die zweite war auch nicht mehr als Weltraumschrott, aber die Theseus hielt sich mit letzter Kraft…äh aufrecht.

Laser-Time

PHR macht Kamikaze – letzte Runde

„Um HIMMELS WILLEN, Admiral, schauen Sie, die Theseus kommt mit letztem Schub genau auf uns zu! Sie wollen uns rammen! Evakuiert die…“, da klatschte die flache Hand des Admirals auf den Kommandotisch und unterbrach den Redeschwall des Brückenoffiziers. „Konzentration, Männer und Frauen! 2,38° Backboard, 36/8 Schub auf die hinteren Düsen. JETZT!“ Die Berlin drehte sich gekonnt und wich dem feindlichen leichten Kreuzer um Haaresbreite aus. Beifall brandete durch den Kommandoraum. Ja, J.T.K. Jacob war ein regelrechter Weltraumfuchs. Durch den letzten Kraftakt der Theseus wurde der Energiekern so sehr belastet das die UCM entgültig mit der Explosion des sterbenden PHR Schiffs belohnt wurde.

Die PHR war empfindlich getroffen. Die Theseus war explodiert, ebenso die Fregatte der Europa Klasse, das Schwesternschiff schwer angeschlagen. Aber die Launch-Schiffe des Feindes waren noch intakt! Zeit das zu ändern. Der Berlin drehte sich um wenige Grad um sich mit ihrem Burntrough-Laser genau ins Ziel der Hector, dem best gepanzerten Schiff dieses Gefechts. War dies das Schlüsselereignis? J.T.K. Jacob rauschte das Blut in den Ohren, als er wieder den Befehl zum Feuern gab. Und auch diesesmal verursachte der Laser gute Arbeit. Aber PHR Schiff war zu stark und hatte noch über die Hälfte seiner Panerung. Die PHR brachte ihre Launch Schiffe in die Atmosphäre, nun würden auch Space-Elfen Truppen droppen. Egal, für J.T.K. Jacob war der Plan klar! „Berlin, geben sie volle Kraft vorraus und dann feuern Sie alles ab was Sie haben. Sie sollten sich in Nahkampfreichweite haben, verwandeln Sie dieses Schiff in Feenstaub!“ Es war ein erhabener Anblick als als die Berlin sämtliche Register zog und die Hector fast auseinandernahm.

Kurz vorm Ende der Schlacht

Das Ende ist erst der Anfang

Die Hector sammelte letzte Energiereserven und steuerte das Schiff mit der letzten Verzweiflung gen Berlin. „Das gibt es doch nicht! Haben wir es hier mit Grünhäuten zu tun? Kamikazetaktiken der PHR?“, während sich J.T.K. Jacob darüber noch verwundert die Stirn rieb, sah er mit entsetzen das die Hector die Berlin fast in den Tod nahm.

Die Schlacht endete mit einem geplänel der beiden Kampf-Fregatten, wobei die PHR beide Schiffe und die UCM, ein Schiff verlor. Der UCM war nach Punkten der Sieg, während J.T.K. Jacob auf der Kommandobrücke die Faust ballte, fiel sein Blick auf die Uhr. Verdammt, der Admiral musste ins Bettchen, morgen früh warteten wie jeden Tag seine Kinder darauf das er Sie zur KITA brachte. In der Nacht träumte er von unangemalten Scourge Flotten im Schrank… was da wohl noch kommen mag.

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