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Solche Bestien habe ich zum Glück noch nicht gesehen – allerdings auch auch nicht solche Schwerter.

Typische Survival-Spiele habe ich wenige gespielt, aber hier und da immer reingeschnuppert. Oft fehlt mir die Zeit für das Abenteuer Überleben in digitalen Welten. Conan Exiles hat mich aber irgendwie gereizt. Liegt es an meiner Age of Conan Vergangenheit? Wem der Titel nichts sagt, das ist ein MMOG der gleichen Entwickler. Vielleicht an der lustigen Werbekampagne? Oder liegt es daran, dass es für die PS4 erhältlich ist und mit zunehmenden Alter der PC immer seltener zum Zocken angeworfen wird? Egal, ich bin in diese barbarische Welt der Ausgestoßenen aufgebrochen, wo Blut, Gewalt und Hunger zusammen Breakdance tanzen – ach und den Penis wollen wir nicht vergessen. Ja, richtig gelesen, das männliche Geschlechtsorgan nimmt zumindest am Anfang ein wenig Platz ein. Wo aber auch der Weg vom ans Kreuz genagelten Outlaw zum gottgleichen Titanen möglich ist! Der Weg ist das Ziel und der ist erstmal steinig – aber Steine von der spitzen Sorte!

Die Geburt in Conan Exiles

Kurz die Einstellungen gecheckt, dann rauf auf den Server! Mein Avatar wird geboren. Denn jetzt spiele ich Gott und kreiere meinen Ausgestoßenen. Muskeln. Check! Frisur! Check. Penislänge. Check! Äh…schnell zum Fenster geguckt, nein, kein Nachbar in Sicht. Durchatmen. Gut, dann wird halt am Regler für die Ausstattung gedreht. Der heißt wirklich so. BMW Mini oder CLK 500? Ich drehe infantil auf Magnum-Niveau auf. Elefantenrüssel incoming! Da mein Avatar entsprechend dieser grausamen und barbarischen Welt während der Gestaltung an einem Kreuz hängt, flattert die Fleischpeitsche im Wind. Beängstigend. Es scheint ein Starkwind zu herrschen. Ich entscheide mich für eine Größe etwas über dem Durchschnitt, halt hanseatische Zurückhaltung. Verdammt, ich habe mit der Gestaltung des Penis länger gebraucht als für das Gesicht. Conan Exiles hat alles richtig gemacht!

Viel Spaß am Regler…

Die ersten Meter

Nach kurzem Intro, wo mich wohl Conan höchstpersönlich rettet, um mich dann allerdings allein in der Wüste zu lassen, weiß ich nicht so recht was ich machen soll. Ich bin völlig nackt mit meinem Penis im sandigen Nirgendwo. Ein epischer Einstieg. Mein UI zeigt mir deutlich, dass ich bald Hunger haben werde und vor allem Durst. Ich erschrecke mich über erste Geier und die etwas betagte Technik. Ich nehme die Beine in die Hand, ja, nur die Beine und wende mich nach Norden. Am Horizont erkenne ich eine kleine Felsformationen – besser als Wüstensand.

Langsam komme ich den Bergen näher und sehe erste Büsche und Steine. Als könnte ich mich davon ernähren, sammle ich alles hektisch ein. Kurz nach dem Betreten dieser Felsen sehe ich erste Tiere in Form von Schildkröten, es folgen Palmen und ein Fluss. Durchschnaufen! Hier wird es wohl irgendwie was zu essen geben. Vielleicht erst einmal ins Inventar schauen, was ich aus den Hölzern, Sträuchern und Steinen bauen kann. Während ich stöbere, höre ich ein Stöhnen. Bin ich das? Wieder ein Aufstöhnen. Verdammt das bin ich! Schnell das Inventar geschlossen, sehe ich wie zwei Frauen mit groben Waffen auf mich einschlagen! Ich habe nur meine mittlere hanseatische Ausstattung und zwei Fäuste. Ich weiche aus, weiß aber noch gar nicht was ich tue. Zack, der nächste Hieb. Glaubt mir, der Tod reicht einem schnell die Hand wenn zwei bewaffnete Frauen auf einen hilflosen nackten Mann einschlagen. Was für ein Szenario!

Der Startpunkt: Schnell weg – zu heiß und zu trocken!

Wiedergeburt

Ich werde in der Wüste wiederbelebt. Ohne eigenes Bett, ergo Spawnpunkt, ist die Wüste dein ungemütliches Heim! Das muss ich ändern und ich brauche meine Sachen zurück. Hoffentlich sind die Frauen weitergezogen. Aber das frühe Ableben hat etwas bewirkt, ich bin vorsichtiger. Entdecke die Schleichtaste und wage mich nur noch in das Menü wenn ich mich irgendwo verstecke. Schnell versteht man das Handwerkssystem und Spitzhacke, Beil und ein paar Flicken für die Haut sind zügig erstellt. Yeah, ich bin nicht mehr nackt! Ein paar Skillpunkte stecke ich in mein Crafting-Wissen und so kann ich ein Schwert bauen. Kein Exkalibur, sondern eher die Marke billige Holzattrappe vom Fantasy-Markt. Trotzdem, jetzt sollen diese barbarischen Mädels noch einmal auftauchen! Der aufkommende Hunger durch die schwere Arbeit wird mit rohen Eiern und Maden gestillt. Suboptimal!

Conan Exiles bei Nacht: Wie man sieht, man sieht nichts!

Ich brauche einen ersten Unterschlupf. Doch während ich munter Ressourcen sammle und dabei den malerischen Sonnenuntergang bewundere, ist es plötzlich stockfinster. In Conan Exiles ist die Nacht komplette Düsternis. Jetzt weiß ich auch warum man eine Fackel bauen kann. Ich irre kurz herum um zu merken, das ich wirklich völlig aufgeschmissen bin. Also rein in den Busch, hinhocken und abwarten. Ich hoffen das mich nicht wieder garstige Schwestern überfallen.

Meine derzeitige Hauptnahrungsquelle – erbärmlich! Aber besser als Würmer.

Das Eigenheim und die Zukunft

Bei Sonnenaufgang schnappe ich mir mein Schwert und bewege mich westwärts am Fluss entlang. Das Ziel: Ein Platz für mein erstes Lager. Nach wenigen Schritten sehe ich ein Lagerfeuer an dem drei heruntergekommene Gestalten hocken. Ein Spiegelbild meiner selbst. Aber sie haben kein Schwert! Mit Schaum vorm Mund male ich Blutspritzer in den Sand. Es dauert nicht lange und drei hässliche Leichen säumen mein Feuer. Conan Exiles ist brutal. Mit einer Kochstelle könnte ich nun sogar die Leichen braten und mich das erste Mal ordentlich satt essen. Ja, Conan Exiles ist sehr speziell.

Nach einer ordentlichen Plackerei mit dem Beil, der Axt und Ressourcensammelei, habe ich es am Ende des Tages aber geschafft: Mein erstes Eigenheim! Mit Strohmatte, Werkzeugbank, Kochstelle, Truhe und einem Becher – letzteres ist erster Luxus. Der erste Kiesel zum Palastbesitzer ist also gesetzt! Die Zukunft? Weiter ins Landesinnere? Die ersten Dungeons besuchen oder meinem Gott einen Schrein bauen? Nur einige der Ziele die Conan Exiles bietet. Ich werde weiter berichten!

Mein erstes selbst gezimmertes Haus inklusive einiger Annehmlichkeiten

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